Forschungsarbeit "Verein 3.0"
Veröffentlichungsbericht 2016-2020
Projektbeginn: Juni 2014
Letzte Anpassung: Februar 2020
Nächste Aktualisierung: 2021
Herausgeber: Forschungsgruppe Verein 3.0
unter der Leitung von Herrn Vincent Wind



Vereine
menschlich & logisch
weitergedacht



Vorwort:

Vereine lassen sich je nach Zweck und Struktur in 2 Hauptgruppen unterteilen:
Gesellschaftliche Vereine und geschäftliche Vereine.

Gesellschaftliche Vereine haben meist gemeinwohlbezogene- und soziale Zwecke und sie werden durch die Mitglieder selbst organisiert.
Geschäftliche Vereine haben meist Zielgruppen bezogene Zwecke und sie werden durch Angestellte und Mitarbeiter verwaltet.

Bei unserer Betrachtung beziehen wir uns vorwiegend auf die gesellschaftliche Vereine.


Hauptbestandteile eines Vereins

  1. Vereine haben einen klar definierten Zweck.

  2. Vereine haben eine Satzung.

  3. Vereine werden durch die Mitglieder organisiert und verwaltet.

  4. Vereine basieren auf dem Engagement der Mitglieder als Bürgerschaft.



Was ist das Herz von einem Verein?

Um diese Frage zu beantworten haben wir die 4 oben stehenden Bestandteile des Vereins einzeln mit anderen Mitteln ersetzt, um zu prüfen, ob die Funktionsfähigkeit des Vereins beeinträchtigt wird.
Nach dem Vergleich von diversen Fallbeispielen und einigen Experimenten bei den beteiligten Vereinen stand das Ergebnis fest.
Es gelang uns 3 der oben stehenden Bestandteile „künstlich zu reproduzieren“ bzw. zu ersetzen, ohne die Leistung bzw. den Nutzen des Vereins zu mindern. In einigen Beispielen konnte damit sogar eine positive Auswirkung auf die Arbeit des Verein erzielt werden.
Lediglich das Engagement der Mitglieder war mit anderen Mitteln und Lösungen nicht ersetzbar.
Das Engagement selbst kann lediglich angeregt, aktiviert oder produziert werden, aber durch nichts ersetzt oder auch erkauft werden.
Wir stellten fest, dass vom Engagement der Mitglieder die Lebendigkeit des Vereins abhängt. So betrachten wir das Engagement der Mitglieder als Herz eines Vereins.



Problem der klassischen Vereine

Zwei Nachteile sind bei den klassischen Vereinen (Verein 1.0) inzwischen immer öfters ausschlaggebend:
Erstens: Das Engagement der Mitglieder wird zu einem erheblichen Teil für die Verwaltung und interne Organisation des Vereins verbraucht.
Zweitens: Unterschiedliche Vorstellungen über das „WIE“, als Vorgabe für alle Mitglieder, verdrängen oft das eigentliche Zweck des Vereins und führen zur Frustration der Mitglieder.

Die alten Vereinsstrukturen
wandeln die Energie aus de
m Engagement der Bürgerschaft
lediglich zu ca. 30% in Nutzen für den Vereinszweck.
Der Großteil der Energie von ca. 70% wird zum
Betrieb der Vereinsmaschinerie und die interne Reibung verschwendet.
Gleichzeitig führt die interne Reibung und die mangelnde Effektivität zum Verschleiß der Mitglieder und ihr
es Engagements.

Diese alten Strukturen werden mit der Zeit von immer weniger Personen akzeptiert. Die meisten klassischen Vereine schrumpfen und reduzieren sich auf eine Vereinsregisternummer, sofern sie keine Strukturwandel vornehmen.
Einige Vereine haben intuitiv und durch die Erneuerung des Vorstandes einen automatischen Wandel von den alten Vereinen 1.0 zu neuen Vereinen 1.1 bis zu Vereinen 1.9 vollzogen.
Einige andere haben sich sogar für neue Strukturen und Umgangsformen geöffnet und das erreicht, was wir als Verein 2.0 bezeichnen.


Logische Folgen

Aber wohin geht die Reise? Die Zukunft der Vereine liegt darin, sich letztlich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich auf das Bündeln des Engagement für einen bestimmten Sinn und auf die volle Zufriedenheit und Erfüllung aller Mitglieder. Gleichzeitig sollen die überflüssigen Strukturen und Regeln vermieden werden.



Entstehung von Verein 3.0

Als Experiment haben wir einen theoretischen „Verein“ entwickeln, bei dem lediglich das Engagement in der Mitte steht, und sonst nichts.
Die Aufgabe lautete: „Was ist der geringste mögliche Rahmen, um das Engagement zu bündeln, und es als einen bestimmten Nutzen für die Gesellschaft (Zweck) zu nutzen?“
Die Antwort auf diese Frage nennen wir:


Vereine 3.0



„Verein 3.0“ basiert in der Struktur
auf Regeln in einem Schwarm , bzw. in unserem Fall auf „kollektive Intelligenz“.
Das Konzept stellt eine neue Struktur dar, worin mehrere Personen
in der Lage versetzt werden, als eine effektive Gruppe zu fungieren,

ohne eine Führung oder Hierarchie zu besitzen; eben wie ein Schwarm.



Die Theorie vom Verein 3.0 hat inzwischen handfeste Formen angenommen und wird seit 2016 in einer Feldstudie ausgesprochen erfolgreich getestet.



Forschungsgruppe Verein 3.0
Projektbeginn Juni 2014Letzte Anpassung Februar 2020

Über uns: Die Strukturen vom „Verein 3.0“ werden von der informellen Gruppe, „Forschungsgruppe Verein 3.0“ weiter erforscht und stets weitergedacht. Der Initiator zur Untersuchung und Konkretisierung vom „Verein 3.0“ war der Konzeptdesigner, Herrn Vincent Wind, der die Forschungsgruppe leitet.



Haben Sie eine Anregung oder Meinung zu dieser Arbeit? Dann schreiben Sie uns gerne an!

Forschungsgruppe „Verein 3.0“
spamforschung@verein3.orgxxx


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